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Digitale Notfallcheckliste: Was du jetzt sichern musst (PDF)Foto: Pixabay / Pexels
grundlagen31. Oktober 20264 Min. Lesezeit

Digitale Notfallcheckliste: Was du jetzt sichern musst (PDF)

Vollständige digitale Notfallcheckliste: Datensicherung, Passwörter, Offline-Backups und Cybersicherheit für den Krisenfall – alles auf einer Seite.

Deine digitale Notfallcheckliste

Diese Checkliste deckt alle Bereiche der digitalen Krisenvorsorge ab. Arbeite sie einmal durch und überprüfe sie jährlich.

Bereich 1: Datensicherung (Backup)

Lokales Backup

  • Externe Festplatte (mind. 1 TB): Angeschafft und formatiert
  • Automatisches Backup eingerichtet:
    • Windows: Einstellungen → Windows Sicherung → Aktivieren
    • macOS: System → Time Machine → Aktivieren
  • Backup-Frequenz: Täglich automatisch
  • Backup-Test: Einmal jährlich Datei aus Backup wiederherstellen (funktioniert es wirklich?)

Cloud-Backup

  • Cloud-Dienst ausgewählt (Backblaze, pCloud, iCloud, OneDrive, Google Drive)
  • Kritische Ordner zum automatischen Cloud-Sync hinzugefügt:
    • Dokumente
    • Fotos
    • Desktop
  • Speicherplatz ausreichend: Mind. 100 GB für typischen Haushalt
  • Verschlüsselung: End-to-end verschlüsselt oder Zero-Knowledge-Provider

Offline-Backup (für totalen Krisenfall)

  • Verschlüsselter USB-Stick (16+ GB): Vorhanden
  • Inhalt des USB-Sticks (als PDF gespeichert):
    • Personalausweis (Scan beider Seiten)
    • Reisepass (Datenseite)
    • Geburtsurkunden der Haushaltsmitglieder
    • Krankenversicherungskarten (Vorder- und Rückseite)
    • Aktuelle Medikamentenliste (Wirkstoff, Dosis, Häufigkeit)
    • Versicherungspolice-Zusammenfassung (Versicherungsnummer + Kontakt)
    • Kontonummer/IBAN der Hauptkonten
    • Mietvertrag oder Eigentümernachweis
  • USB-Stick verschlüsselt mit VeraCrypt oder BitLocker
  • Backup-Passwort für USB-Stick auswendig bekannt oder sicher notiert (getrennt vom Stick)
  • Update-Frequenz: Vierteljährlich

Gedruckte Notfallunterlagen

  • Notfallkontaktliste ausgedruckt:
    • Alle Haushaltsmitglieder mit Handynummern
    • Eltern, Geschwister, engste Freunde
    • Hausarzt und Facharzt
    • Tierarzt (falls zutreffend)
    • Versicherung (Kranken, Hausrat, Haftpflicht)
    • Bank (Notfallnummer für Kartensperrung)
    • Polizei (110), Feuerwehr/Rettung (112), ärztlicher Bereitschaftsdienst (116 117)
  • Ausgedruckte Liste wasserdicht verpackt (Plastiktüte oder Laminierung)
  • Aufbewahrungsort bekannt (Evakuierungstasche)

Bereich 2: Passwörter und Zugangsdaten

Passwort-Manager

  • Passwort-Manager installiert (Bitwarden, 1Password, KeePass):
  • Alle kritischen Dienste mit einzigartigen Passwörtern versehen:
    • E-Mail (primär)
    • E-Mail (sekundär, falls vorhanden)
    • Online-Banking
    • Cloud-Speicher
    • Social Media (Facebook, Instagram, Twitter)
    • Amazon / Onlineshops
    • Behördenportale (ELSTER, Bürgerservice)
  • Master-Passwort auswendig gewusst und nirgends digital gespeichert
  • Passwort-Manager-Export als verschlüsselte Datei auf USB-Stick gespeichert

Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)

  • 2FA aktiviert für kritische Dienste:
    • Primäres E-Mail-Konto
    • Online-Banking (meist SMS, aber Authenticator bevorzugen)
    • Cloud-Speicher
    • Google-Konto / Apple-ID
  • Backup-Codes heruntergeladen und offline gespeichert (für jeden 2FA-Dienst)
  • Authenticator-App (Google Authenticator, Aegis, Authy): Installiert und eingerichtet

Bereich 3: Gerätesicherheit

Grundlegende Sicherheit

  • Betriebssystem aktuell (automatische Updates aktiviert)
  • Browser aktuell
  • Antivirensoftware: Windows Defender (Windows), Gatekeeper (macOS) – kein zusätzliches Programm nötig
  • Bildschirmsperre: Aktiviert auf allen Geräten (Handy, Laptop, Tablet)
  • Festplattenverschlüsselung:
    • Windows: BitLocker aktiviert
    • macOS: FileVault aktiviert
    • Smartphone: Standardmäßig verschlüsselt bei modernen Geräten

Router und Netzwerk

  • Router-Passwort vom Hersteller-Standard geändert
  • WLAN-Passwort sicher (mind. 12 Zeichen, keine Wörterbuchwörter)
  • Gäste-WLAN für IoT-Geräte (Smart TV, Alexa, smarte Steckdosen)
  • Router-Firmware aktuell

Bereich 4: Kommunikation im Krisenfall

Offline-Kommunikation

  • Signal-App installiert (verschlüsselter Messenger)
  • WhatsApp als Backup: Auf bekannte Kontakte verlassen, Offline-Alternativen kennen
  • Kurbelradio: Für offiziellen Informationen ohne Internet
  • Vereinbarte Treffpunkte mit Familie für Kommunikationsausfall

Krisenkommunikation vorab geregelt

  • Außerhalb-Kontakt bestimmt: Person die als Nachrichtenzentrale dient wenn lokale Netze überlastet
  • Alle Haushaltsmitglieder kennen diesen Kontakt
  • Nachrichten-Protokoll: Bei Evakuierung → sofort Außerhalb-Kontakt informieren

Bereich 5: Jährliche Überprüfung

  • Backup testen: Datei aus Backup wiederherstellen
  • USB-Stick aktualisieren: Dokumente mit neuen Versionen ersetzen
  • Passwörter auditieren: Schwache oder wiederverwendete Passwörter ersetzen
  • Kontaktliste aktualisieren: Neue Nummern, verstorbene Personen entfernen
  • Cloud-Speicher: Veraltete Dateien aufräumen, Speicherplatz prüfen

Digitale Krisenvorsorge ist in 2–3 Stunden erledigt und danach läuft vieles automatisch. Fange heute mit Punkt 1 an – dem Backup.

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